Berührende Weihnachtsgeschichten: 5 kurze Geschichten zum Nachdenken
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Berührende Weihnachtsgeschichten: 5 kurze Geschichten zum Nachdenken
Aktualisiert: gestern · 13 Min. Lesezeit · SoftSins Redaktion
Weihnachten ist nicht für alle nur fröhlich. Diese fünf kurzen Geschichten für Erwachsene handeln von Einsamkeit, Versöhnung, Abschied, zweiten Chancen und der Freundlichkeit Fremder – eigens geschrieben, weltlich, ohne Kitsch, und jede endet mit Hoffnung.
Berührende Weihnachtsgeschichten für Erwachsene
Weihnachten ist nicht für alle nur Glitzer und Gänsebraten. Viele erleben diese Tage mit einem Kloß im Hals, einer offenen Frage oder einer stillen Sehnsucht. Genau dafür haben wir fünf neue, kurze Geschichten geschrieben. Jede dauert etwa drei Minuten beim Vorlesen. Jede endet mit Hoffnung, nicht mit Kitsch. Du findest hier keinen belehrenden Ton, sondern Figuren, die dir nah kommen dürfen. Alle Geschichten sind weltlich und respektvoll. Sie passen für eine kleine Feier, einen ruhigen Abend oder eine stille Minute für dich allein. Wähle die Geschichte, die zu deiner Runde passt – ob am Küchentisch, am Telefon oder in einer Pause zwischen den Feiertagen. Die Tabelle hilft dir, schnell zu entscheiden.
| Thema | Stimmung | Lesezeit | Der Gedanke dahinter |
|---|---|---|---|
| Einsamkeit | leise, dann warm | 3 Min. | Nähe kann an der Tür klingeln, wenn man sie am wenigsten erwartet. |
| Versöhnung | angespannt, dann gelöst | 3 Min. | Ein zufälliges Treffen kann Jahre des Schweigens brechen. |
| Abschied | wehmütig, tröstlich | 3 Min. | Erinnerung lebt weiter, auch wenn ein Rezept unvollständig ist. |
| Zweite Chance | hoffnungsvoll, aufbauend | 3 Min. | Ein Moment des Zuhörens kann eine Tür öffnen. |
| Freundlichkeit Fremder | herzerwärmend | 3 Min. | Kleine Gesten können eine ganze Nacht verändern. |
Du kannst jede Geschichte auch für dich allein lesen. Nimm dir die drei Minuten.
Über Einsamkeit: Der zweite Teller
Lesezeit: 3 Minuten · Stimmung: leise, dann warm
Seit sieben Jahren deckte Herr Brandner den Tisch an Heiligabend für zwei Personen. Er stellte die guten Teller auf, die mit dem Goldrand. Er legte die Servietten daneben. Er zündete die Kerze an. Und dann saß er allein da, aß langsam, spülte ab und stellte den zweiten Teller zurück in den Schrank. Nicht aus Gewohnheit. Aus Widerstand gegen das Vergessen.
In diesem Jahr hatte er kaum Appetit. Der Schnee fiel in dicken Flocken vor dem Küchenfenster. Drüben im Haus brannte Licht. Die Nachbarn feierten. Herr Brandner goss sich Tee ein und starrte auf den leeren Stuhl gegenüber. Er dachte an die vielen Heiligabende mit seiner Frau, an ihr Lachen, wenn er die Kerze schief eingesetzt hatte. Der leere Stuhl schien ihn anzuschauen. Da klingelte es an der Tür.
Er runzelte die Stirn. Es war kurz vor sieben. Niemand kam unangekündigt. Er öffnete. Vor ihm stand Lena, die junge Frau vom Pflegedienst, die zweimal die Woche nach ihm sah. Sie trug eine rote Mütze und hielt eine Tupperdose in der Hand. Auf ihrer Schulter lag Schnee.
„Herr Brandner, ich wollte nur kurz vorbeischauen. Ich hab zu viel gekocht. Linsen mit Spätzle, wie Sie es mögen.“ Sie lächelte schüchtern. „Und ich hatte das Gefühl, Sie sitzen hier allein.“
Er blinzelte. „Ich decke immer für zwei“, sagte er leise. „Heute passt das.“
Lena trat ein. Sie zog ihre Stiefel aus, stellte die Dose auf den Tisch. Zum ersten Mal seit Jahren war der zweite Teller nicht für eine Erinnerung, sondern für einen Gast. Sie aßen zusammen. Sie sprachen wenig, aber das Schweigen war nicht schwer. Lena erzählte, dass ihre eigene Familie weit weg wohnte und sie am nächsten Morgen Frühdienst hatte. Herr Brandner hörte zu. Er merkte, dass ihm das Zuhören fehlte.
Am Ende stellte Lena die Dose in den Kühlschrank und zog ihre Mütze wieder auf. „Ich muss weiter, aber das war schön.“
„Kommen Sie morgen wieder?“, fragte Herr Brandner.
„Wenn Sie mögen.“
„Ich decke dann wieder für zwei.“
Lena nickte. Und als die Tür ins Schloss fiel, blieb Herr Brandner noch lange am Fenster stehen. Der Schnee glitzerte. Der Tisch hinter ihm war noch nicht abgeräumt. Zwei Teller, zwei Gläser, zwei Servietten. Es sah aus wie ein Versprechen. Diesmal war es eines, das er halten wollte.

Über Versöhnung: Der Stand mit den gebrannten Mandeln
Lesezeit: 3 Minuten · Stimmung: angespannt, dann gelöst
Thomas und Matthias hatten seit fünf Jahren nicht miteinander gesprochen. Nicht wegen eines großen Streits. Es war ein schleichendes Verstummen gewesen, ein Satz, der falsch fiel, ein Erbe, das gerecht geteilt werden sollte und doch alles zerriss. Seitdem gingen sie sich aus dem Weg. Ihre Kinder kannten sich kaum. An Familienfeiern saßen sie an getrennten Tischen.
An diesem Heiligabend stand Thomas am Weihnachtsmarkt. Er wollte nur kurz gebrannte Mandeln kaufen, für seine Tochter. Er trat an den Stand. Neben ihm griff jemand nach derselben Tüte. Ihre Finger berührten sich.
„Entschuldigung.“ Thomas blickte auf. In das Gesicht seines Bruders.
Matthias zuckte zurück. Für einen Moment standen sie nur da, die Hände noch halb erhoben. Der Duft von Zimt und Zucker lag in der Luft. Hinter ihnen spielte ein Chor „Stille Nacht“. Die Lichter der Buden spiegelten sich in den Pfützen.
„Du kaufst die auch?“, fragte Matthias schließlich.
„Für Lina“, sagte Thomas. „Sie liebt die mit Zimt.“
„Ich weiß.“ Matthias schluckte. „Ich wollte dir keine reinreden.“
Thomas starrte auf die Tüte. Dann sagte er leise: „Das war nie das Problem.“
Der Verkäufer räusperte sich. Thomas bezahlte, nahm die Tüte. Er drehte sich nicht sofort um. „Willst du einen Glühwein? Der Stand da drüben hat Feuerzangenbowle.“
Matthias nickte. Sie stellten sich an. Anfangs schwiegen sie. Dann begann Thomas zu erzählen: von seiner neuen Arbeit, von Lina, die jetzt Zahnlücken hatte. Matthias hörte zu. Und irgendwann sagte er: „Ich hab das mit der Wohnung damals falsch verstanden. Es tut mir leid.“
Thomas atmete aus. „Mir auch. Ich hätte dich anrufen sollen.“
Sie standen eine Weile stumm nebeneinander, die Becher in den Händen. Ein Kind rannte vorbei und warf fast einen Becher um. Beide griffen gleichzeitig zu. Kurz lachten sie.
„Weißt du noch, wie wir als Kinder immer denselben Stand gesucht haben?“, fragte Matthias.
„Der mit den Schokofrüchten. Und du hast immer heimlich mehr genommen.“
„Du hast mich nie verraten.“
Sie stießen mit den Bechern an. Keiner von beiden wusste, ob das jetzt alles war. Aber es war ein Anfang. Als sie sich verabschiedeten, umarmten sie sich. Kurz, fest, ungewohnt. Auf dem Heimweg schickte Thomas eine Nachricht: „Frohe Weihnachten, Bruder.“ Die Antwort kam nach drei Minuten: „Frohe Weihnachten. Und bring Lina morgen mit.“
Über Abschied: Das unvollständige Rezept
Lesezeit: 3 Minuten · Stimmung: wehmütig, tröstlich
Clara fand das Rezept in einer alten Blechdose. Es war mit Bleistift geschrieben, die Schrift ihrer Großmutter, krakelig und vertraut. „Zimtsterne“, stand oben. Darunter die Zutaten, aber die Mengen fehlten bei fast allem. Nur bei dem Zimt stand „eine Prise mehr, als du denkst“.
Clara lächelte. Ihre Großmutter hatte nie nach Rezept gebacken. Sie hatte mit den Händen gemessen, mit den Augen, mit dem Herzen. An Heiligabend hatte es immer Zimtsterne gegeben. Das letzte Mal vor drei Jahren. Jetzt war Clara allein in der Küche, den Duft von Mandeln in der Nase, und versuchte, das Unvollständige zu vervollständigen.
Sie rief ihre Mutter an. „Weißt du, wie viel Mehl Oma genommen hat?“
Ihre Mutter lachte leise. „Kind, sie hat nie gemessen. Schau einfach, wie sich der Teig anfühlt.“
Clara seufzte. „Das hilft mir nicht.“
„Doch. Du wirst es merken.“
Sie schlug Eiweiß steif, so wie sie es in Erinnerung hatte. Sie rührte den Zucker unter, bis die Masse glänzte. Beim Mehl zögerte sie. Ihre Großmutter hätte gesagt: „Nimm so viel, dass der Teig nicht mehr klebt.“ Clara tastete sich heran. Der Teig wurde weich, dann fest, dann genau richtig.
Beim Ausrollen riss er an den Rändern. Clara fluchte leise. Dann kamen die Sterne aus. Die ersten verbrannten fast. Die zweiten wurden blass. Die dritten waren perfekt. Sie legte sie auf ein Blech und schob es in den Ofen. Der Küchenwecker tickte.
Während die Plätzchen backten, setzte sie sich an den Küchentisch. Vor ihr lag das Rezept. Sie strich mit dem Finger über die Schrift. „Ich vermisse dich“, flüsterte sie. Sie erinnerte sich an die Weihnachtsabende, an denen die Großmutter ihr die Schürze umband und sagte, der Teig brauche Geduld.
Der Ofen summte. Der Duft von Zimt und Karamell füllte den Raum. Es roch nach Kindheit, nach Sicherheit, nach einem Haus, das es nicht mehr gab. Clara holte die fertigen Sterne heraus. Sie waren ungleichmäßig, einige zu dunkel, aber sie dufteten richtig.
Sie legte drei Stück auf einen Teller, daneben eine Kerze. „Für dich, Oma“, sagte sie. „Dein Rezept war gar nicht unvollständig. Du wusstest nur, dass ich es selbst herausfinden muss.“
Dann biss sie in einen Stern. Er schmeckte nach Zimt, nach Liebe, nach Abschied. Und irgendwie auch nach Anfang. Am nächsten Morgen brachte sie ihrer Nachbarin eine kleine Tüte. „Die sind nicht perfekt“, sagte Clara. Die Nachbarin lächelte. „Sie schmecken nach früher.“
Passend dazu: kurze Weihnachtsgeschichten – 24 Geschichten, eine für jeden Tag im Advent.
Über zweite Chancen: Der Mann am Bahnhofsklavier
Lesezeit: 3 Minuten · Stimmung: hoffnungsvoll, aufbauend
Jonas saß an dem alten Klavier im Bahnhof. Es stand in einer Ecke, kaum beachtet, die Tasten etwas gelb. Er hatte den Job verloren, die Wohnung gekündigt, die Hoffnung fast aufgegeben. An diesem Heiligabend spielte er, weil er nicht nach Hause wollte. Er spielte nicht für Geld. Er spielte, um zu atmen.
Die Melodie war traurig, aber nicht hoffnungslos. Eine eigene Komposition, die er nie jemandem gezeigt hatte. Die Töne hallten durch die Halle, vermischten sich mit dem Rauschen der Züge und dem Murmeln der Reisenden. Einige warfen Münzen in den offenen Koffer, ohne stehen zu bleiben.
Eine Frau blieb stehen. Sie trug einen Mantel und eine Aktentasche. Sie sah auf ihr Handy, dann auf Jonas. Sie blieb. Sie hörte zu. Als das Stück endete, klatschte sie nicht. Sie trat näher.
„Das war wunderschön“, sagte sie. „Spielen Sie öfter?“
Jonas zuckte mit den Schultern. „Nur wenn ich nicht weiterweiß.“
Sie lächelte schwach. „Ich bin Klavierlehrerin. Meine Schülerin hat heute abgesagt, weil sie krank ist. Aber ich habe noch eine Stunde frei, und dieses Klavier hier ist besser als meins. Wollen Sie mir etwas beibringen?“
Jonas lachte auf. „Ich bin kein Lehrer.“
„Aber Sie können spielen. Das ist selten.“ Sie setzte sich neben ihn, ohne zu fragen. Ihre Schulter berührte seine fast. „Was war das für ein Stück?“
„Ich nenne es ‚Weitergehen‘“, sagte er.
„Passender Titel.“ Sie zog ein Notenblatt aus der Tasche. „Ich suche jemanden, der für eine kleine Feier am Dreikönigstag Klavier spielt. Nichts Großes, zwanzig Minuten. Bezahlt wird schlecht, aber es gibt Abendessen.“
Jonas sah sie an. „Sie kennen mich nicht.“
„Ich kenne Ihre Musik. Das reicht für heute.“ Sie stand auf. „Ich heiße Miriam. Wenn Sie wollen, rufen Sie mich an.“ Sie legte eine Visitenkarte auf das Klavier. „Und wenn nicht, spielen Sie bitte weiter. Die Welt braucht mehr von dem, was Sie gerade gemacht haben.“
Sie ging. Jonas starrte auf die Karte. Der Name war schlicht, die Telefonnummer klar geschrieben. Er drehte die Karte um. Rückseite leer. Er legte sie in seine Jackentasche, nicht in den Koffer. Dann spielte er weiter. Diesmal ein anderes Stück. Eins, das nach Morgen klang.
Über die Freundlichkeit Fremder: Das Geschenk in der Nachtschicht
Lesezeit: 3 Minuten · Stimmung: herzerwärmend
Die Station war ruhig an Heiligabend. Krankenschwester Ina schob den Wagen mit den Medikamenten von Zimmer zu Zimmer. Draußen glitzerten die Lichter der Stadt. Drinnen roch es nach Desinfektionsmittel und Tannenzweigen. Auf dem Schwesternzimmer stand ein kleiner Plastikweihnachtsbaum, den jemand mitgebracht hatte. Die Spätschicht hatte Kekse dagelassen, aber niemand hatte Zeit zu essen.
Um elf kam sie zu Herrn Petersen. Er lag am Fenster, die Augen offen, den Blick zur Decke gerichtet. Er war erst seit einer Woche hier. Seine Familie wohnte weit weg. An Heiligabend würde niemand kommen.
„Guten Abend, Herr Petersen. Ich bringe Ihnen noch die Tropfen.“ Ina stellte den Becher auf den Nachttisch. „Können Sie nicht schlafen?“
„Ich warte“, sagte er leise. „Auf den Weihnachtsmann.“ Er lächelte müde. Ina lachte kurz auf. „Der ist heute schon durch, fürchte ich.“
Er drehte den Kopf zu ihr. „Sind Sie eigentlich den ganzen Abend hier?“
„Bis morgen früh.“
Er griff unter sein Kissen und holte etwas hervor. „Ich habe das nicht vergessen. Ich wollte es Ihnen geben.“ Er hielt ihr eine kleine, aus Papier gefaltete Figur hin. Ein Engel. Er war aus einem alten Röntgenbild gefaltet, vorsichtig, mit ungleichmäßigen Flügeln.
Ina nahm den Engel in die Hand. „Das haben Sie gemacht?“
„In den letzten Nächten, wenn ich nicht schlafen konnte. Damit Sie sehen, dass jemand an Sie denkt. Sie arbeiten, während andere feiern. Das ist nicht selbstverständlich.“
Ina spürte, wie ihr die Tränen kamen. Sie schluckte. „Danke, Herr Petersen. Das ist … das schönste Geschenk heute.“
Er nickte zufrieden. „Passen Sie auf sich auf.“
Später, als sie die Runde beendete, schaute sie noch einmal bei ihm vorbei. Er schlief jetzt, den Engel hatte er in die Hand gelegt. Ina zog die Decke höher. „Frohe Weihnachten“, flüsterte sie.
Ina stellte den Engel auf den Schwesternzimmertisch. Dort stand er zwischen Kaffeetassen und Patientenakten. Jedes Mal, wenn sie vorbeiging, musste sie lächeln. Gegen drei Uhr nachts, als die Station ganz still war, schrieb sie in das Stationsbuch: „Herr Petersen hat mich an etwas Wichtiges erinnert: Auch in der stillsten Nacht ist jemand da, der an mich denkt.“ Dann faltete sie die Ecke der Seite um, als Zeichen für sich selbst.
Vorlesen, ohne dass die Stimmung kippt
Eine berührende Weihnachtsgeschichte kann ein Geschenk sein – oder ein Kloß im Hals, der die Runde verstummen lässt. Mit diesen fünf einfachen Schritten hältst du die Balance.
- Wähle passend zur Runde. Stimme ab, wer zuhört. Eine Geschichte über Einsamkeit ist nichts für eine große, laute Feier. Am kleinen Tisch mit zwei oder drei Menschen entfaltet sie ihre Kraft.
- Sage vorher, worum es geht. Ein Satz genügt: „Die Geschichte handelt von einem älteren Mann, der Besuch bekommt. Sie ist traurig, aber endet hoffnungsvoll.“ So kann niemand von der Wendung überrascht werden.
- Lies langsam. Gib den Sätzen Raum. Pausen sind erlaubt. Besonders nach dem letzten Absatz braucht es Stille, keinen Applaus.
- Lass das Ende nachklingen. Warte zehn Sekunden, bevor du etwas sagst. Ein leises „Das war schön“ reicht. Kein sofortiges Wechseln zum nächsten Thema.
- Bereite etwas Leichtes vor. Danach hilft eine Kleinigkeit: ein Keks, ein Lied, eine einfache Frage wie „Was nehmt ihr aus der Geschichte mit?“ So endet der Abend warm, nicht schwer.
- Teilt euch die Geschichte. Wenn du zu bewegt bist, lies abwechselnd. Jeder übernimmt einen Absatz. Das nimmt Druck und verbindet.
Wenn du selbst vorliest und merkst, dass deine Stimme zittert, ist das in Ordnung. Es zeigt, dass die Geschichte dich berührt. Genau das macht sie echt.
Eine Geschichte, die 24 Tage lang bleibt
Manchmal reicht eine einzelne Geschichte nicht. Man wünscht sich etwas, das einen durch den ganzen Dezember trägt. Für alle, die es spannender mögen, gibt es den SoftSins-Adventskalender. Er ist keine klassische Weihnachtsgeschichte, sondern dunkle Romantik mit persönlichem Twist.
Du konfigurierst ihn für dich selbst oder als Geschenk – zum Beispiel für die Freundin, die beste Freundin oder die Schwester. Die Beschenkte wird zur Hauptfigur und mit ihrem Namen angesprochen. Du wählst Trope, Schauplatz, Figuren, Grenzen und den Spice-Level. So bekommt niemand etwas geschenkt, das er nicht lesen will.
Die Geschichte läuft als Fortsetzung: Vom 1. bis 24. Dezember erscheint jeden Tag ein neues Kapitel. Jedes Kapitel endet so, dass man auf den nächsten Tag wartet. Am Heiligabend gibt es das Finale. Unser Team schreibt die Geschichte individuell nach deinen Angaben. Mehr wird nicht versprochen. Kein Abo, kein Risiko – nur 24 Kapitel, die bleiben.
Wenn du also eine Geschichte suchst, die dich länger als drei Minuten begleitet, und wenn dunkle Anziehung dich reizt, dann schau dir den Adventskalender an. Er ist eine von vielen Möglichkeiten, den Dezember zu füllen. Die fünf Geschichten oben warten trotzdem auf dich.
Weiterlesen: Weihnachtsgeschichten für Erwachsene · Lustige Weihnachtsgeschichten · Einsamkeit an den Feiertagen · Dark Romance zu Weihnachten · Adventskalender mit Geschichten · Alle Vergleiche im Überblick
Häufige Fragen
Welche berührenden Weihnachtsgeschichten gibt es für Erwachsene?
Für Erwachsene gibt es hier fünf neue, kurze Geschichten, jede in rund drei Minuten gelesen. Sie handeln von Einsamkeit, Versöhnung, Abschied, einer zweiten Chance und der Freundlichkeit Fremder. Die Figuren sind erwachsen, die Texte weltlich und respektvoll. Jede Geschichte endet mit Hoffnung, keine mit Kitsch. Du kannst sie einzeln lesen oder an Heiligabend vorlesen.
Welche kurze Weihnachtsgeschichte regt zum Nachdenken an?
Zum Nachdenken regt vor allem „Der zweite Teller“ an. Ein älterer Witwer deckt an Heiligabend seit Jahren für zwei Personen, obwohl er allein isst. Als eine junge Nachbarin klingelt, verschiebt sich sein Blick auf das, was war. Die Geschichte fragt leise, wie lange man an einem gedeckten Platz festhalten darf und wann ein zweiter Teller wieder für jemanden stehen kann.
Welche Weihnachtsgeschichte kann man bei einer Feier vorlesen?
Für eine Feier eignet sich „Das Geschenk in der Nachtschicht“ gut. Sie spielt an einem einzigen Abend, hat wenige Figuren und endet warm. Auch „Der Stand mit den gebrannten Mandeln“ funktioniert in größerer Runde, weil die Versöhnung schnell verständlich ist. Sage vor dem Lesen einen Satz zum Inhalt. Nach dem letzten Absatz darf kurz Stille sein, dann kommt etwas Leichtes auf den Tisch.
Gibt es besinnliche Weihnachtsgeschichten, die nicht religiös sind?
Ja. Alle fünf Geschichten hier sind weltlich und kommen ohne religiöse Motive aus. Besinnlich heißt für uns: leise, ehrlich, nah an erwachsenen Leben. Es geht um Beziehungen, Erinnerung und Mut, nicht um Kirche oder Mission. Wer religiöse Töne schätzt, findet anderswo passende Texte. Wer Weihnachten ohne Glauben feiert, ist hier richtig.
Wie lese ich eine traurige Geschichte vor, ohne die Stimmung zu drücken?
Sage zuerst, worum es geht und dass die Geschichte hoffnungsvoll endet. Lies langsam, halte nach wichtigen Sätzen kurz inne und kommentiere nichts. Lass am Schluss zehn Sekunden Stille zu, bevor du etwas Leichtes anbietest. Wähle für eine kleine Runde eine leisere Geschichte und für eine große Feier lieber einen Text mit schnell verständlicher Wendung.
Sind die Weihnachtsgeschichten hier deutsche Originaltexte?
Ja, die fünf Geschichten wurden auf Deutsch geschrieben und sind keine Übersetzungen. Sie stammen nicht aus alten Sammlungen unbekannter Herkunft und geben keine bekannten Werke wieder. Jede Geschichte ist eigenständig und endet mit Hoffnung. Lesezeit und Stimmung stehen jeweils über dem Text, damit du schnell einschätzen kannst, ob die Geschichte zu deiner Runde passt.
In welcher Reihenfolge sollte ich die fünf Geschichten vorlesen?
Eine mögliche Reihenfolge beginnt warm und wird dann leiser. Starte mit „Das Geschenk in der Nachtschicht“, dann „Der Stand mit den gebrannten Mandeln“, danach „Der Mann am Bahnhofsklavier“. Zum Schluss passen „Das unvollständige Rezept“ und „Der zweite Teller“. Wenn die Runde schnell aufbricht, lies nur eine Geschichte und lass es dabei.
Welche Themen können bei Zuhörenden etwas auslösen?
Berühren können besonders Einsamkeit, der Verlust eines Partners, Trauer um Großeltern, ein zerrissenes Familienverhältnis, Arbeitslosigkeit und ein Krankenhausaufenthalt. Wenn du weißt, dass jemand gerade Ähnliches durchlebt, sage den Inhalt vorher an oder wähle eine andere Geschichte. Ein kurzer Hinweis nimmt niemandem die Wirkung, gibt aber die Wahl.
Für wen sind die Geschichten geeignet und wie viel Spice steckt drin?
Geeignet sind sie für Erwachsene, die leise Töne mögen und keine Moral mit erhobenem Zeigefinger suchen. Die Geschichten enthalten keine expliziten Szenen, höchstens einen Kuss, und funktionieren auch in gemischten Runden mit älteren Zuhörenden. Wer mehr Spannung und dunklere Atmosphäre sucht, findet sie im SoftSins-Adventskalender. Dort wählst du den Spice-Level selbst.
Gibt es bei SoftSins auch ein personalisiertes Buch?
Ja, bei SoftSins gibt es personalisierte Dark-Romance-Bücher, in denen du die Hauptfigur bist. In „NOCTURNE“ wählst du im Quiz Trope, Schauplatz, Figuren, Grenzen, Spice-Level, Titel und Cover. Dein Name steht in der Geschichte, die unser Team schreibt. Das E-Book kostet ab 9,99 €, das Taschenbuch ab 29,99 €, als Einmalkauf ohne Abo. Das Quiz findest du unter romance.softsins.de/quiz.
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